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Die Fachärzte für Innere Medizin in der internistischen Praxis Mönkebergstraße

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Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen

Hormone sind chemische Botenstoffe des Körpers. Sie überwachen die Arbeit von Drüsen und anderen Organen und verteilen sich auf dem Blutweg im Körper. Hormone steuern lebenswichtige Funktionen wie Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel, Ernährung, Körpertemperatur sowie den Salz- und Wasserhaushalt. Außerdem haben sie Einfluss auf Fortpflanzung und Wachstum, aber auch auf die Reaktion des Organismus auf Stress.

Erkrankungen des Hormonsystems gehen häufig mit einer Überfunktion oder Unterfunktion von Drüsen einher. Zu den bekanntesten Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen gehören Schilddrüsenerkrankungen, die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Fettstoffwechselstörungen.

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So funktioniert der Stoffwechsel

Als Stoffwechsel wird die Gesamtheit aller im lebenden Organismus ablaufenden und dem Aufbau und der Aufrechterhaltung der Körpersubstanz und -funktionen dienenden physiologischen Vorgänge bezeichnet. Dazu gehören Aufnahme, Transport und chemische Umsetzung von Stoffen im Organismus sowie die Abgabe von Abfallprodukten an die Umgebung. Der Stoffwechsel beschreibt die chemische Veränderung von Stoffen und keinen Stoffaustausch. An allen Stoffwechselreaktionen sind Enzyme beteiligt, die katalysierend wirken.


Energiehaushalt

Der menschliche Körper braucht Energie und Nährstoffe, um funktionieren zu können. Das Gehirn hat beispielsweise den höchsten Energiebedarf von allen Organen im menschlichen Organismus. Ein hoher Energiehaushalt ist für viele Prozesse im Körper wichtig, etwa um die Körperwärme zu erhalten, für das Wachstum und die Regulation des Stoffwechsels. Wer Sport treibt, braucht mehr Energie, wer im Büro arbeitet oder auf dem Sofa liegt, benötigt dagegen weniger Energie. Die Energie wird dem Körper durch Nahrung zugeführt. Seinen Bedarf an Energie deckt der menschliche Organismus dabei kontinuierlich durch die Oxidation der Nährstoffe Kohlenhydrate, Fett, Alkohol und zum Teil auch Eiweiß.


Fette sind wichtige Energiespeicher

Der Fettstoffwechsel ist sehr komplex und findet vor allem in Leber, Darm sowie Muskulatur und Fettgewebe statt. Die Leber ist dabei der zentrale Ort für den Auf- und Abbau der Blutfette. Der Großteil der mit der Nahrung aufgenommenen Fette wird in der Leber zu Fettsäuren und Cholesterin abgebaut.


Cholesterin und Cholesterinspiegel

Cholesterin ist einer der häufigsten Verursacher von Herzkranzgefäßerkrankungen. Durch einen erhöhten Cholesterin-Spiegel (Blutfett) kommt es zu Fetteinlagerungen in den Wänden der Blutgefäße und dadurch zu einer Verengung der Arterien oder Adern. Zunächst treten Durchblutungsstörungen auf, später droht ein kompletter Verschluss der Gefäße. Die schlimmsten Folgen: Schlaganfall und Herzinfarkt.


Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Bei Menschen mit Diabetes ist nicht genügend Insulin vorhanden und/oder Insulin kann seine Wirkung im Körper nicht richtig entfalten. Zu über 90 Prozent der Fälle tritt der Typ-II-Diabetes auf. Früher wurde dieser Typ auch als Altersdiabetes bezeichnet. Doch heute erkranken auch immer mehr junge Menschen an der Zuckerkrankheit. Die Hauptursachen sind Fettleibigkeit und Bewegungsmangel.


Diabetisches Koma

Menschen, die an Diabetes leiden, haben eine gestörte Insulinproduktion. Dadurch kommt es zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Eine Notfallsituation entsteht, wenn der Blutzucker auf Werte über 500 mg/dl ansteigt. Im schlimmsten Fall kann es durch einen Volumenmangelschock und Nierenversagen zu einem diabetischen Koma mit tiefer Bewusstlosigkeit und Kreislaufversagen kommen.


Hypoglykämischer Schock

Von einer Hypoglykämie spricht man, wenn der Blutzuckerspiegel unter 50 mg/dl sinkt. Ursachen sind meist eine Überdosierung Blutzuckersenkender Medikamente und eine verminderte Nahrungsaufnahme. Es kommt dadurch zu einem Überangebot an Insulin.


Fettstoffwechselstörungen (Hyperlipidämien)

Fettstoffwechselstörungen sind Erkrankungen, die mit einer ehöhten Konzentration an Cholesterol und/oder der Triglyceride im Blut einhergehen. Sie gelten als ein wesentlicher Risikofaktor von Arteriosklerose und koronarer Herzkrankheit (KHK).


Harnsäure und Gicht

Gicht entsteht durch die Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken. Die Erkrankungshäufigkeit hat sich in den letzten 20 Jahren nahezu verdoppelt. Etwa 25 Prozent der Gesamtbevölkerung weisen einen erhöhten Harnsäurespiegel auf. Sehr viel mehr Männer als Frauen leiden unter der Gicht.


Hashimoto-Thyreoiditis (autoimmune Entzündung der Schilddrüse)

Die Hashimoto Thyreoiditis ist eine Erkrankung bei der das körpereigene Abwehrsystem die Schilddrüse angreift und an der Produktion der Schilddrüsenhormone behindert. Die Erkrankung verläuft chronisch und die Schilddrüse verliert über Jahre immer mehr an Funktion.


Bewegung kann durch höheren Energieumsatz Gewichtsreduktion fördern

Sport ist für die Gesundheit genauso wichtig wie für das Wohlbefinden. Körperliche Aktivität bringt den Stoffwechsel auf Touren und der Körper verbraucht mehr Kohlenhydrate und Fette. Wer regelmäßig Sport treibt erhöht seine Stoffwechselaktivität dauerhaft - also nicht nur für die Zeit der sportlichen Aktivität.
 


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