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Die Fachärzte für Innere Medizin in der internistischen Praxis Mönkebergstraße

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Herzrhythmusstörungen (allgemein)

Ein gesundes Herz schlägt in Ruhe 60 bis 80 mal pro Minute und pumpt mit jedem Herzschlag das Blut durch den Körper. Schlägt das Herz zu schnell (Tachykardie) oder zu langsam (Bradykardie) oder arrhythmisch spricht man von Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien).

Nicht alle Abweichungen von der normalen Herzfrequenz sind krankhaft. Bei gut trainierten gesunden Sportlern beispielsweise kann auch ein Ruhepuls unter 60 Schlägen pro Minute vorkommen

Das Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Sie tritt insbesondere bei älteren Menschen auf. Das Kammerflimmern ist eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung. Im EKG zeigen sich Flimmerwellen von 300-800 Schlägen pro Minute. Das Kammerflimmern kann zum Kreislaufstillstand führen. 

Der Verlauf von Herzrhythmusstörungen hängt von der Art, der Schwere und der Ursache ab. Krankhafte Herzarrhythmien erfordern eine umgehende Behandlung um Folgeschäden zu vermeiden.

Ursachen von Herzrhythmusstörungen sind u.a.:

  • Herzinfarkt
  • koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Herzklappenfehler
  • Herzmuskelentzündung
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • übermäßiger Stress
  • Koffein, Nikotin und Alkohol
  • Medikamente
  • Störungen im Salzhaushalt des Blutes
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Mineralstoffmangel (beispielsweise Kalium- und Magnesiummangel)
  • Störungen der Blutzusammensetzung
  • Allergien (z.B. Nahrungsmittelallergien)
  • psychische Ursachen

Typische Symptome für Herzrhythmusstörungen:

  • Herzklopfen, Herzrasen oder Herzstolpern
  • Schwindel
  • Synkopen (kurzzeitiger Bewusstseinsverlust)
  • vorübergehende Seh- und Sprachstörungen
  • Herzschmerzen

Herzrhythmusstörungen werden manchmal auch nicht wahrgenommen.

Die Diagnose der Herzrhythmusstörungen erfolgt mithilfe eines Elektrokardiogramms (EKG). Zusätzlich zu einem Ruhe-EKG wird oft auch ein Belastungs- und Langzeit-EKG durchgeführt. Häufig wird das Herz außerdem mit einer Echokardiographie (Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall) untersucht.

Die Therapie der Herzrhythmusstörung ist von der Grunderkrankung abhängig. Eingesetzt werden zum Beispiel Antiarrhytmika. Es gibt verschiedene Arten Antiarrhythmika (z.B. Betablocker, Calcium-Antagonisten, etc.), die unterschiedlich am Herzen wirken.

Eine gesunde Ernährung, regelmäßiger Sport, die Reduktion von Stress und die Vermeidung von übermäßigem Kaffeegenuss, Alkohol und Nikotin können helfen, Herzrhythmusstörungen zu vermeiden.

In manchen Fällen von Herzrhythmusstörungen wird ein Herzschrittmacher operativ eingesetzt. Kammerflimmern wird durch Defibrillation mit Elektroschocks und Wiederbelebung therapiert. 


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