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Die Fachärzte für Innere Medizin in der internistischen Praxis Mönkebergstraße

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Herzinsuffizienz

Das Herz eines gesunden Menschen schlägt der jeweiligen Situation angemessen so effektiv wie möglich, mit optimalem Kraftaufwand und in optimaler Geschwindigkeit. Durch verschiedene Krankheiten kann der Herzmuskel geschädigt werden. Die Foge: Das Herz wird geschwächt und ist nicht mehr in der Lage, den Körper ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Die häufigsten Ursachen für eine Herzinsuffizienz sind:

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Verengung der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit (KHK))

Weitere Ursachen sind beispielsweise Herzmuskelerkrankungen, erworbene und angeborene Herzfehler, Entzündungen am Herzen (Myokarditis, Herzbeutelentzündung), Herzrhythmusstörungen.

Symptome:

  • Leistungsminderung, Schwäche, Schwindel
  • Luftnot (Dyspnoe) zunächst bei Belastung, später auch im Ruhestadium
  • Wassereinlagerung in Knöcheln und Unterschenkeln, später auch in anderen Körperteilen
  • Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen
  • vermehrtes nächtliches Wasserlassen (Nykturie)
  • Kurzatmigkeit (Tachykardie)
  • Herzrhythmusstörungen
  • feucht-kalte Haut

Einteilung der Herzinsuffizienz nach NYHA (New York Heart Association, Gesellschaft, die sich mit Herzkrankheiten beschäftigt):

  • NYHA I : Der Herzmuskel ist angegriffen. Es sind keine Beschwerden auf und die körperliche Aktivität ist nicht beeinträchtigt.
  • NYHA II: Es kommt zu geringen Einschränkungen bei vermehrter Belastung. In Ruhe und bei geringer Belastung treten keine Beschwerden auf.
  • NYHA III: In Ruhe beschwerdefrei, aber Beschwerden bei geringer Belastung
  • NYHA IV: Beschwerden wie Luftnot auch im Ruhestadium

Um die Diagnose Herzinsuffizienz bestätigen zu können, müssen verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden. Schon die Anamnese und körperlche Untersuchung (Leistungsminderung, Lungenstauung, Wassereinlagerung, Gewichtszunahme, Herzrhythmusstörungen) bieten wichtige Anhatspunkte. Ein EKG kann Hinweise auf die Grunderkrankung geben. Mittels einer Echokardiographie kann die Herzhöhlengröße, die Funktion der Herzklappen und die Auswurfleistung dargestellt werden. Die Röntgenuntersuchung des Brustkorbes gehört ebenso zu den Untersuchungen wie die Ergometrie, die die körperliche Belastbarkeit des Patienten nachweist. Blutuntersuchungen dürfen auch nicht fehlen.

Therapie:

Vor dem Ansetzen einer Therapie sollte grundsätzlich die Grunderkrankung (meist KHK, Hypertonie) geklärt sein. Allgemeinmaßnahmen zur Behandlung der Herzinsuffizienz sind:

  • körperliche und seelische Entlastung
  • regelmäßige, individuell dosierte körperliche Bewegung
  • Gewichtsnormalisierung
  • Umstellung der Ernährungsgewohnheiten: leichte salarme Diät, viel Obst und Gemüse, kleine Mahlzeiten, am späten Abend nichts mehr essen
  • Trinkmenge auf 1,5 - 2 Liter täglich begrenzen
  • Stuhlregulierung
  • Vermeidung von Alkohol und Nikotin
  • keine Medikamente, die eine Herzinsuffizienz verschlimmern können

Bei der medikamentösen Therapie kommen Medikamente zum Einsatz, die die Schädigung des Herzmuskels aufhalten und ihn kräftigen. Wichtig ist die korrekte Einnahme dieser Arzneien, auch wenn man keine Beschwerden hat. Zum Einsatz kommen:

  • ACE-Hemmer: Sie verhindern das Voranschreiten der Herzschwäche und lindern die auftretenden Beschwerden wie Luftnot und Leistungsminderung. Sie sind in jedem Stadium der Herzmuskelschwäche angezeigt.
  • Diuretika zum Ausschwemmen der Flüssigkeit im Körper (Abbau der Wassereinlagerungen)
  • Betarezeptorenblocker (ß-Blocker): senken den Blutdruck, verringern die Geschwindigkeit des Herzschlags und den Sauerstoffbedarf des Herzens
  • Digitalisglykoside: steigern die Schlagkraft und die Erregbarkeit des Herzens, setzen die Herzfrequenz herab. Werden hauptächlich bei den schwereren Stadien der Herzmuskelschwäche eingesetzt.

Komplikationen:

  • Herzrhythmusstörungen mit plötzlichem Herztod
  • Lungenödem, kardiogener Schock
  • venöse Thrombosen

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