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COPD - Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit

Die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) ist durch eine chronische Entzündung der Bronchien und einer daraus folgenden Verengung der Atemwege mit chronischer Überblähung der Lunge gekennzeichnet. Die COPD muss vom Asthma bronchiale abgegrenzt werden und ist nicht heilbar. Männer sind von der COPD häufiger betroffen als Frauen.

Bei den meisten COPD-Erkrankten liegt das Inhalationsrauchen als Ursache vor. Als weitere Ursache ist die genetische Disposition zu nennen, das heißt, es liegt eine erblich vorbestimmte Krankheitsbereitschaft vor. Auf dieser Grundlage können dann arbeitsplatz- und umweltbedingte Luftverschmutzungen sowie häufige virale und bakterielle Infektionen der Atemwege eine COPD auslösen.

Krankheitsverlauf und Symptome

Zunächst tritt Husten mit Auswurf auf, der häufig als Raucherhusten oder banaler Infekt bagatellisiert wird. Später wird der Husten stärker und länger anhaltend. Der immer zäher und gummiartigere Auswurf kann nicht mehr abgehustet werden. Die zunächst nur unter Belastung auftretende Atemnot wird zunehmend stärker und tritt dann auch bei kleinsten Belastungen auf. Häufig verschlechtert sich der Verlauf in den Wintermonaten durch das Auftreten von Infekten.

Wird die COPD nicht ausreichend behandelt, kann es zur Herzbeteiligung kommen. Dieses äußert sich zum Beispiel in Wasseransammlungen in Unterschenkeln und Füßen und vermehrtem nächtlichen Wasserlassen. Außerdem können Erkrankte zumeist nur mit erhöhtem Oberkörper schlafen. Neben der Herzbeteiligung kommt es auch zur Gewichtsabnahme und zur muskulären Erschöpfung.

Diagnose

Die charakteristischen Symptome Husten, Auswurf, Atemnot und das Vorhandensein des Risikofaktors Inhalationsrauchen sowie der Nachweis einer Verengung der Atemwege sichern die COPD-Diagnose. Zur Diagnose werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt.

  • Bei der Lungenfunktionsmessung werden die Verengung der Atemwege und der Gesamtluftgehalt der Lunge gemessen. Das Messergebnis gibt Auskunft über den Schweregrad der Erkrankung und die möglichen Therapiemaßnahmen.
     
  • Bei der Blutgasanalyse werden der Sauerstoff- und Kohlesäuredruck des Blutes unter Ruhe- und Belastungsbedingungen bestimmt. Hiermit kann die Krankheitsprognose eingeschätzt werden. Außerdem gibt die Blutgasanalyse Auskunft über eine gegebenenfalls notwendige Sauerstofflangzeittherapie.
     
  • Röntgenaufnahmen der Brustorgane, Computertomographie und Ultraschalluntersuchungen des Brustkorbes und das EKG sind Maßnahmen zur Erkennung möglicher Erkrankungen wie beispielsweise Lungenkrebs und/oder Erkennung von Komplikationen wie Lungenentzündung, Lungenembolie oder Herzveränderungen.

Die Therapie der COPD ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung. Die Behandlung muss konsequent durchgeführt und von ärztlicher Seite regelmäßig kontrolliert werden. Im Vordergrund der Behandlung stehen Medikamente mit atemwegserweiternden und entzündungshemmenden Wirkstoffen. Sind andere Organe beteiligt, werden diese ebenfalls behandelt. Bei schweren Krankheitsverläufen können eine Sauerstofflangzeittherapie und eine Maskenbeatmung nötig sein.

Vorbeugend sollte man, besonders aber COPD-Erkrankte, auf das Inhalationsrauchen verzichten und berufliche und häusliche Schadstoffe meiden. Infektionen sollten Erkrankte ebenfalls vermeiden. Das Immunsystem kann durch eine gesunde Lebensweise mit gesunder Ernährung und ausreichend Schlaf gestärkt werden. Die jährliche Grippeschutzimpfung sowie Impfungen gegen Lungenentzündung sind empfehlenswert, gerade bei älteren COPD-Erkrankten. Außerdem sollten Erkrankte sich sportlich betätigen, um ihre Belastbarkeit zu steigern und Luftnot und Ermüdungserscheinungen zu lindern.

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