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Die Fachärzte für Innere Medizin in der internistischen Praxis Mönkebergstraße

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Atemnot

Eine erschwerte Atmung wird als Atemnot bezeichnet und von jedem Menschen subjektiv anders empfunden. Einige reagieren darauf mit Angstzuständen, andere wiederum mit schwerem Herzversagen. Im akuten Asthmaanfall kann es zudem zu einer Erschwerung der Atmung kommen.

Ursachen für die Atemnot gibt es viele. Hier einige Beispiele:

  • Bei einer Lungenentzündung führt die schwere Entzündung des Lungengewebes zu einer verminderten Sauerstoffaufnahme. es tritt eine Zyanose (Bläulichfärbung) der Lippen und Haut auf.
     
  • Entzündungen, Verkrampfungen und Vernarbungen, beispielsweise beim Asthma oder der chronischen Bronchitis, verengen die Atemwege, was zu einer hochgradigen Atemnot führen kann. Diese tritt bereits im Ruhezustand auf. Giemen und Pfeifen sind hierfür typische Atemgeräusche.
     
  • Bei der Lungenfibrose führen Vernarbungen im Lungengewebe zu einer verminderten Dehnbarkeit der Lunge. Dadurch wird die Atemarbeit gesteigert, es kommt zu Sauerstoffmangel und Atemnot. Außerdem tritt in der Regel ein Reizhusten auf. Typisch für die Lungenfibrose sind Rasselgeräusche.
     
  • Kommt es zum Beispiel bei einer Thrombose der Beinvenen zum Verschluss der großen Lungengefäße und damit zu einer Lungenembolie, wird die rechte Herzkammer extrem belastet und der Sauerstoffgehalt im Blut nimmt ab. Die Folge sind oftmals schwere Herz-Kreislauf-Probleme.
     
  • Lähmungen der Atemmuskulatur können bei zahlreichen Nerven- und Muskelerkrankungen ebenfalls zur Atemnot führen, obwohl es keine Krankheitszeichen an den Lungen oder dem Herzen gibt.
     
  • Ist die Pumpleistung des Herzens vermindert, zum Beispiel bei Herzmuskelschwäche und Herzklappenfehlern, werden die Organe nur mangelhaft mit Sauerstoff versorgt und es kommt zu einem Blutstau in der Lunge, häufig auch als Wasser in der Lunge bezeichnet.
     
  • Man spricht von einem Hyperventilationssyndrom, wenn es durch Angstzustände, Stress, Schmerz oder psychischen Störungen zu einer subjektiv empfundenen Atemnot kommt.
     
  • Einengung von Luftröhre und Bronchien
     
  • Hochdruck im Lungenkreislauf
     
  • Pneumothorax
     
  • Wasseransammlungen im Rippenbereich
     
  • Brustkorbdeformierung
     
  • Blutarmut

Liegt eine Atemnot vor, kann die Diagnose mittels einer genauen Analyse der Lungenfunktion gestellt werden. Dafür stehen die Spirometrie, Bodyplethysmographie und die Blutgasanalyse als besondere Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Zusätzlich können das Röntgen der Lunge und des Brustkorbes, sowie eine Computertomographie, Labor- und Blutuntersuchungen sowie eine Bronchoskopie zur genauen Diagnose der pulmonalen Störung erforderlich sein.

Vor Behandlung der Atemnot muss die genaue Ursache der pulmonalen Störung ermittelt werden. Danach steht zunächst die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. dadurch kann die Atemnot in der Regel bereits positiv beeinflusst werden und das Atemnotgefühl gelindert oder beseitigt werden.

Bei chronischen Erkrankungen sind oftmals die Sauerstoffgabe per Nasensonde und Rehabilitationsmaßnahmen hilfreich.


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