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Die Fachärzte für Innere Medizin in der internistischen Praxis Mönkebergstraße

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Masern

Rund 30 Prozent der Maserninfektionen in Deutschland betreffen Jugendliche und Erwachsene. Gerade bei ihnen ist das Auftreten von Komplikationen im Vergleich zu erkrankten Kleinkindern vermehrt zu beobachten.

Die Masern sind eine hochansteckende, akute Virusinfektion. Die Ansteckung mit dem Virus erfolgt über Tröpfcheninfektion. Befallen werden vor allem die Schleimhäute des Atemtraktes und der Augen.

Symptome:

  • hohes Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • krampfhafter Husten ("Bellen")
  • Schnupfen
  • Bindehautentzündung
  • charakteristische weiße Flecken auf der Wangenschleimhaut (Koplik`sche Flecken)

Nach ein bis zwei Tagen fällt das Fieber zunächst ab. Dann:

  • erneuter Fieberanstieg
  • roter, kleinfleckiger Hautausschlag (kann auch ineinanderfließen)

hat der Ausschlag die Füße erreicht, sinkt das Fieber wieder. Die Rotfleckung verschwindet in der Reihenfolge, in der sie aufgetreten ist. Bei gutartigem Verlauf ist der Ausschlag nach acht Krankheitstagen verschwunden.

Als Komplikationen können eine Lungen- oder Mittelohrentzündung sowie Infektionen des Kehlkopfes und der Luftröhre auftreten. Besonders gefährlich ist das Auftreten einer Gehirnentzündung (Masern-Enzephalitis), die manchmal mit einer Hirnhautentzündung (Masern-Meningoenzephalitis) verbunden ist. Die Sterberate liegt hier bei 20 Prozent der erkrankten Kinder, andere tragen meistens dauerhafte Gehirnschäden davon.

Geimpft wird in Deutschland mit dem MMR-Kombinationsimpfstoff. damit wird nicht nur gegen Masern, sondern auch gegen Mumps und Röteln geimpft. nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollen alle Kinder die 1. Gabe MMR-Impfstoff im Alter von 11-14 Lebensmonaten erhalten und die 2. Gabe im Alter von 15-23 Lebensmonaten. Die zweite Impfung kann frühestens vier Wochen nach der ersten MMR-Kombinationsimpfung erfolgen. Besteht eine erhöhte Infektionsgefahr, kann die Erstimpfung auch vor dem 12., jedoch nicht vor dem 9. Lebensmonat erfolgen.

Kinder mit klinisch sehr schwerer Hühnereiweißallergie sollten unter besonderen Schutzmaßnahmen und anschließender Beobachtung, beispielsweise im Krankenhaus, geimpft werden.

Bei den Erwachsenen ist die Masernimpfung eine Indikationsimpfung. Sie wird besonders bei beruflicher Exposition oder als vorbeugende Impfung nach Kontakt zu Masernkranken empfohlen. Auch hier wird vorzugsweise mit dem MMR-Kombinationsimpfstoff geimpft.

Die Schutzwirkung tritt nach einer Masernimpfung sofort ein. Bei 3-5 Prozent der Geimpften können etwa 10 Tage nach der Masernimpfung sogenannte Impfmasern auftreten. Häufig ist dabei auch Fieber anzutreffen. Die Impfmasern sind nicht infektiös.


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