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Die Fachärzte für Innere Medizin in der internistischen Praxis Mönkebergstraße

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Japanische Enzephalitis

Japanische Enzephalitis kommt in einer Reihe asiatischer Länder und gelegentlich im nördlichen Queensland, Australien, vor. Betroffen sind besonders ländliche Gebiete, in denen Schweinezucht und Reisanbau betrieben werden. Das Japanische Enzephalitis-Virus (JEV) ist ein Flavivirus, das mit Dengue-, Gelbfieber- und West-Nil-Viren in Verbindung gebracht wird. Das Virus wird durch den Stich infizierter Mücken übertragen und nutzt Haustiere wie Pferde, Schweine, Hunde und Vögel als Zwischenwirte. Die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Infektionsweg

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) vergehen ein bis zwei Wochen.

Bei jungen, gesunden Erwachsenen äußert sich die Erkrankung durch leichte Kopfschmerzen und mäßiges Fieber. Schwere Krankheitsverläufe zeigen sich vor allem bei Kindern unter 15 Jahren – diese Altersgruppe ist überproportional von der Erkrankung betroffen.

Die Infektionskrankheit beginnt mit Symptomen eines grippalen Infektes wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Nach zwei bis vier Tagen treten die typischen Anzeichen einer Meningitis mit hohem Fieber, Nackensteife, Lichtempfindlichkeit, Krämpfen, Störungen des Bewusstseins und Lähmungserscheinungen auf. Um die Japanische Enzephalitis von anderen schweren Hirnhaut- oder Hirnentzündungen zu unterscheiden, erfolgt die Diagnosestellung durch den Nachweis von Virusbestandteilen in der Hirn- und Rückenmarkflüssigkeit sowie von den spezifischen Antikörpern. Der Verlauf ist in etwa 25 % der schweren Erkrankungsfälle tödlich, insbesondere bei älteren Menschen. Wird die Erkrankung überlebt, so ist in einem hohen Prozentsatz (50 - 85 %) mit schweren neurologischen Ausfallserscheinungen als Folgezustand zu rechnen.

Vorsorge und Impfschutz

Derzeit gibt es keine wirksame Behandlung gegen die Japanische Enzephalitis. Deshalb besteht die beste Verhütung der Erkrankung durch den Schutz vor Mückenstichen (Expositionsprophylaxe) und eine Impfung.

Es gibt eine Reihe von verschiedenen Impfstoffen, wobei In Deutschland seit 2009 nur ein Japanische-Enzephalitis-Impfstoff zugelassen ist. Geimpft wird zweimal im Abstand von 28 Tagen. Es handelt sich dabei um einen inaktivierten (Tot-)Impfstoff. Japanische Enzephalitis kann dadurch oft verhindert werden. Auch Kinder dürfen mit dem in Deutschland zugelassenen Japanische-Enzephalitis-Impfstoff geimpft werden.

Als Nebenwirkungen der Impfung gegen die Japanische Enzephalitis werden vor allem lokale Entzündungen in der Nähe der Einstichstelle beschrieben. Aber auch Kopfschmerzen, Bauch- oder Muskelschmerzen können auftreten. Schwere Nebenwirkungen, zum Beispiel allergische Reaktionen, sind möglich, aber selten.


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